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Dienstag, den 05 August 2014

Reizvolle Landschaft, erholsamer Kurpark und Kirmesrummel

Vielfältige Eindrücke auf der Tour zum Annentag

15 Radlerinnen und Radler machten sich vom nüchternen Hasselter Platz aus auf den Weg nach Brakel zum Annentag (Annatag). Die heilige Anna gilt u. a. als Schutzheilige gegen die Gefahren von Gewittern. Sie enttäuschte den Tourenleiter nicht und bescherte allen auf der etwas anspruchsvollen hügeligen Tour eine optimale Wetterlage. So konnte die vielgestaltige Landschaft im Oberwälder Land, dem von den Formationen des Muschelkalks geprägten waldreichen Bergland im Kreis Höxter, mit ihrem Blütenreichtum entlang der Wege auch voll genossen werden. Auffällig viele Schmetterlinge erfreuten im Vorbeifahren das Auge.


Eine Reifenpanne konnte dank der guten Ausrüstung eines Teilnehmers mit Pannenhilfsmitteln schnell behoben werden. Die Schadstelle im Reifen war deftig. Zunächst flog das eingesprühte Dichtmittel, das mit Hilfe der Zentrifugalkraft verteilt werden musste, beim schnellen Drehen des Reifens in hohem Bogen aus der Schadstelle heraus. Aber auf wundersame Weise verschloss sich das Loch schließlich und der wieder aufgepumpte Reifen überstand die gesamte Tour. Daher musste auf der zügigen Fahrt durch die Flussgebiete von Werre, Emmer und Nethe bis zum Ziel niemand zurück bleiben und der Zeitplan passte.


Der kleine Kurpark in Bad Hermannsborn bot auf der eingeplanten Kaffeepause allen eine erholsame Abwechslung. Die in voller Blüte stehenden Stauden konnten bei günstigen Preisen im Parkcafe des historischen Kurhauses in Ruhe bewundert werden. Nach einem kleinen literarischen Exkurs vor dem Friedrich-Wilhelm-Weber-Museum in Alhausen ging es auf Vorschlag des Tourenleiters nicht direkt durch das Tal der Aa sondern noch über die Rustenhöhe zum Zielort.


Hier oben unter der Rustenlinde nahe eines Kreuzsteins bot sich ein schöner Ausblick auf die weite Talmulde mit dem Panorama der Stadt. Unübersehbar war das Riesenrad, das ankündigte, was uns in der Innenstadt erwartet. In rauschender Abfahrt ging es von dort aus mitten hinein in den Rummel.


Je nach Geschmack konnte dieser Trubel dann zum Beispiel im Festzelt bei einem Annenbier genossen werden, bei einem Bummel durch die volle Innenstadtkirmes erlebt oder der schnelle Rückweg in Richtung Detmold gesucht werden. Für ganz Eilige war der erste erreichbare Zug leider überfüllt, was zu unterschiedlichen Erfahrungen mit dem Radtransport per Bahn führte. Letztlich werden aber alle den Reiz dieser ungewöhnlichen Tour zu einem nicht ganz alltäglíchen Ziel verspürt haben und in guter Erinnerung behalten.