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Montag, den 20 Juli 2015

Regengüsse verzögern den Start in das Flussbebiet der Bega

Eindrücke von der Radtour in Kooperation mit dem ADFC-Lippe am Sonntag, 19. Juli 2015 (Klicken Sie zum Vergrößern auf das jeweilige Bild)

Linnebach

Ötternbach

Bega-Heber

Ölmühle

Nach kräftigen Regengüssen ging es mit einstündiger Verspätung auf die als "Entdeckungstour in das Flussgebiet der Bega" angekündigte Rundfahrt. Dank des aktuellen Regenradars kündigte sich für den weiteren Tag trockenes Wetter bei bedecktem Himmel und zeitweiligem Sonnenschein an. Für ein genussreiches Radfahren waren die Bedingungen also ideal.

An der ersten Haltestation informierte Naturparkführer Karlheinz Meier über die Herkunft des Eselsteins, dem nach den Johannissteinen in Lage zweitgrößten Findling im Bereich der Südgrenze der Vereisung in Lippe während der Saale-Eiszeit. Schwer vorstellbar bleibt, dass die Kraft des vereisten Wasser solche Brocken von Skandinavien bis in unseren Lebensraum zu transportieren vermochte. Die Verbindung zum erst kürzlich am Startpunkt des Wasserpfades zum Dreiflußstein eingeweihten Eisstein lag nahe und führte in das Thema der Tour ein.

Die nächste Pause musste zwingend am Linnebach eingelegt werden, der wegen seiner starken Wasserführung nach den ergiebigen Regenfällen ein nicht alltägliches Schauspiel in seinem naturnahen Bachtal bot. Vorbei am Naturschutzgebiet Hardisser Moor mit seltenen Pflanzen- und Tierarten, das sich entlang des Unterlaufs des Ötternbach erstreckt, ging es zu dessen Einmündung in die Bega. Die hohe Wasserführung der Bäche und Flüsse beeindruckte auch hier.

In unmittelbarer Nähe luden ein Eiscafe und zugleich bayerischer Biergarten zur Einkehr ein. Das gastfreundliche Gartenlokal kann durch diese Kombination den unterschiedlichsten Genussgelüsten von Radlerinnen und Radern gerecht werden.

Ganz spannend wurde es dann an der vorübergehend mit einem Heber ausgestatteten Begabaustelle am Stau der ehemaligen Neuen Mühle in Lemgo, der jetzt als Sohlrampe ausgebildet ist. Für den hohen Abfluss reichte das Rohr nicht, so dass die zuvor trocken gelegte Rampe wieder überströmt wurde.

Nach den bereits zahlreichen Wasserblicken zeigte schließlich noch die für die Öffentlichkeit an dem Tag geöffnete Ölmühle am Schloss Brake die Kraft des Wassers auf. Um dem Wasserthema auch umfassend gerecht zu werden, rundete eine kleine Regendusche auf der Rückfahrt den erlebnisreichen Tag ab.